Ebbe und Flut


Was macht das Watt so attraktiv?

Es ist das Kommen und das Gehen des Wassers zu verschiedenen Tageszeiten!

Sicher, es ist nur eines der vielen Gründe, welche das Watt so attraktiv machen, aber es ist das augenscheinlichste und beeindruckendste Motiv überhaupt.

Eine wichtige Rolle spielt dabei der Mond. In der wechselseitigen Beziehung der Anziehungskraft von Mond und Erde werden die Wassermassen bewegt, zudem wirken Schwung- und Horizontalkraft hierbei mit. Erde und Mond haben einen gemeinsamen Schwerkraftpunkt, der sich im Erdkörper befindet und zwar ein Viertel unter des Erdhalbmessers. So macht sich die Schwungkraft, in den zum Mond abgewandten Gegenden der Erde, am kräftigsten bemerkbar.

Innerhalb eines Mondtages kommt es zu einem Flutberg. Durch die Rotation der Erde bewegt sich dieser Flutberg im Rhythmus des Mondtages in westliche Richtung. Die Entstehung der Flutwellen liegen im Stillen und im Indischen Ozean, wo sie dann ihren Weg antreten, einer davon führt in die Nordsee. Wenn dort der Flutberg vorbeigelaufen ist, kommt das Fluttal und hinterher die Ebbe. Innerhalb von 25 Stunden und 50 Minuten kommt zweimal die Flut herbeigelaufen und zweimal das Wellental. Die 50-minütige Verspätung der Gezeiten ergibt sich dabei aus der Umlaufzeit des Mondes, welcher sich in 28 Tagen einmal um die Erde dreht. Im englisch-französischen Kanal kommt es auf dem Weg des Wassers zu einem Flutstau, da die Kanalenge wie ein Nadelöhr wirkt, und so dreht sich langsam die Flutwelle in der Nordsee und läuft an den Küsten aus. Der Drehpunkt der Flutwelle liegt dabei 300 km nördlich der nordfrisieschen Inseln. Erreicht die Flut bei Sylt ihren höchsten Stand, so hat die schottische Ostküste dagegen Niedrigwasser. Der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser beträgt im Schnitt 2,50 Meter, kann aber bis zu 4 Meter hoch werden wie in der Weser. Während Husum einen Tidenhub von ca. 3,30 Meter hat, so hat Sylt nur noch 1,70 Meter. Das hängt aber auch etwas von der Küstenformation ab.

Es gibt Tage, und diese liegen immer zwei Wochen auseinander, dann liegen Mond und Sonne in einer geraden nebeneinander und die Sonnenanziehungskraft wirkt beim Gezeitenspiel erheblich mit, so daß die Flutwelle größer wird, welche man dann allgemein auch als die Springflut oder Springtide bezeichnet. Oder im entgegengesetzten Fall, wenn das Wellental im Gezeitenverlauf seinen niedrigsten Punkt erreicht, dann spricht man von der Nipptide. Spring- und Nipptide liegen bis 50 cm über bzw. unter dem Durchschnitt.

Nur wenn Stürme und Orkane das Wasser zur Küste treiben, dann kann es zu Sturmfluten kommen, die immer wieder die Nordseeküste heimsuchen, welche in vergangenen Zeiten großes Unheil mit sich brachten. Die mittlerweile bis 8,50 Meter hohen Deiche, schützen heute Land und Leute, so daß die Gefahr nun erheblich vermindert ist.


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